Bohinjsko Jezero

(Wocheinersee - Slowenien)

 

 

Der Bohinjsko Jezero (Wocheinersee) liegt an den Südabhängen des höchsten Berges Sloweniens, dem Triglav, im gleichnamigen Nationalpark, der die gesamten Julischen Alpen  einschließt. Die Anreise aus Österreich erfolgt am besten über Loiblpass oder den Karawankentunnel bis zum mondänen Urlaubsort Bled. Von dort braucht man nur mehr eine knappe halbe Stunde bis zum See (Ribcev Laz), der eine Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten bietet.

Diese Website will nur an Hand einiger Bilder die Vielfalt der Möglichkeiten, die sich dem Besucher in Bohinj bieten, aufzeigen und erhebt keineswegs Anspruch auf Systematik und Vollständigkeit. Detaillierte Informationen sind mehrsprachig im Tourismusverband in Ribcev Laz zu erhalten.

 

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Quartier in Sredna Vas

 

Unser Freund an Schlechtwettertagen

     

Im Gebiet des Triglav Nationalparks wird Umweltschutz großgeschrieben. Neben den wenigen alten, etablierten Hotels wurden keine neuen Hotelanlagen mehr gebaut. Es wird auf sanften Tourismus gesetzt, und vorwiegend werden Privatquartiere in den umgebenden Dörfern  angeboten. Man kann auch recht günstig kleine Häuser anmieten.

 

Auch an Schlechtwettertagen kann man einiges unternehmen. Wenn man dann aber abends etwas durchfeuchtet  zurückkehrt, ist es sehr angenehm, warmes und trockenes Raumklima vorzufinden. Die Wärme der glühenden Buchenscheite im Schwedenofen trocknet nicht nur die Ausrüstung, sondern verbreitet auch einen Hauch von Romantik.

     

 

Seeabfluss bei Ribcev Laz

 

Bootverleih

     

Bei Ribcev Laz verlässt die Savica als Sava Bohinjka wieder den See. Das Wasser des 4100 m langen und bis zu 1200 m breiten Bohinjsko Jezero wird durch die vielen Zuflüsse dreimal im Jahr gänzlich erneuert. Dadurch hat der See einerseits Trinkwasserqualität, die Wassertemperatur erreicht aber auch im Sommer meist nur 17° bis 19°.

 

Wassersportmöglichkeiten gibt es zur Genüge. Vorwiegend sieht man Ruderboote, Kanus und Kajaks am See, bei gutem Wind Surfer und Segelboote, bei Starkwind sogar Kite-Surfer. Neben den "nur Badenden" kann man auch "Langstreckenschwimmer" bei Seeüberquerungen beobachten, viele davon aber im Neoprenanzug.

     

 

Kleines Seerestaurant und Flugberg Studor

 

Kleines Seerestaurant beim Landeplatz der Paragleiter

     

Das direkt am See bei Stara Fucina bzw. Ribcev Laz liegende kleine Restaurant ist Treffpunkt aller Touristen, seit der Imbissstand am Badestrand in der hinteren Bucht offensichtlich aus Gründen des Naturschutzes aufgelassen wurde. Hier in der Nähe des Lokals ist auch aufgrund des Park- und Volleyballplatzes und der Paragleiter Basis viel Gedränge.

 

Viele Radfahrer und Wanderer starten hier ihre Unternehmungen. Die am Südufer nach Ukanc führende Straße (auf der ehemaligen Trasse einer Versorgungsbahn für die Isonzofront im Ersten Weltkrieg) ist nicht sehr idyllisch. Viele wählen das Nordufer und den Wanderweg in Richtung Westende des Sees. In einer guten Stunde ist man auch zu Fuß an der Mündung der Savica.

     

 

Landeplatz der Paragleiter

 

Weide oberhalb des Nordufers

     

Die Paragleiter Basis oberhalb des Hauptstrandes, an dem sich vor allem Einheimische tummeln, lockt nicht nur Flugbegeisterte, sondern auch viele Zuschauer an. Viele nützen die Möglichkeit zu einem Tandemflug, und ihre Angehörigen harren dort auf deren glückliche Rückkehr aus den Lüften. Anschließend wird dann nach dem "Jungfernflug" ausgiebig gefeiert.

 

Oberhalb des Nordufers befinden sich ausgedehnte Weideflächen mit Kühen und Pferden. Vom Parkplatz oberhalb von Stara Fucina, wo die Straße zur Mostnica Schlucht und ins Voje weiterführt, kann man über diese Flächen zu den Badebuchten des Nordufers absteigen, was viele Triglavbergsteiger aus Richtung Vodnikov Dom zu einem Bad im See nützen.

     

 

Panoramakarte - Blick aus Südrichtung über den Vogel

 

Badefreuden am Nordufer

     

Hoch über dem Südufer ragt der Vogel (sprich: wogel) auf. Im Winter bietet dieser Berg ein Schigebiet mit Pisten und auch ein Schitourengebiet. Mit der modernen Seilbahn erreicht man bereits eine Höhe von 1535 m. Es ist ein ausgezeichneter Aussichtpunkt über die Julischen Alpen, Startplatz für Paragleiter und auch Ausgangspunkt für ausgiebige Wanderungen bis auf knapp 2000 m.

 

Der Anmarsch auf den Norduferweg zu den Badeplätzen  dauert doch 20 bis 30 Minuten. Bedingt durch diesen etwas längeren Spaziergang findet man immer, außer an Wochenenden, ruhige und schöne Plätze. Der Wald reicht hinunter bis zu den kleinen Kiesbuchten, wo man Sonnenbaden, Schwimmen und mit der Seele baumeln, aber auch im Schatten Siesta halten kann. Hier ist man noch im Einklang mit der Natur.

     

 

Hungrige "Zaungäste"

 

Besuch von der Alm

     

Der bis 45 Meter tiefe Wocheinersee ist sehr fischreich, vor allem an Forellen. Das erlebt man, wenn man sich am Ufer bemerkbar macht. Kaum streckt man die Zehen ins Wasser, tauchen Schwärme von Fischen auf und warten auf ein Zubrot. Füttert man die Kerle dann noch mit Resten der Jause, so hat man beim Baden ständige Begleiter "auf den Fersen". Einmal gefüttert, wird man sie nie wieder los.

 

Eine andere Art von Besuchern am Strand sind Kühe und Pferde. Von der Weide oberhalb des schmalen Waldgürtels kommen sie bis zum Wasser und knabbern an den saftigen Blättern der Sträucher. Sobald man das Bimmeln der Glocken am Norduferweg hört, ist es höchste Zeit, Gewand und Liegematten in Sicherheit zu bringen, denn sie pflegen oft auch den Strand zu düngen.

     

 

Nordufer bei Ukanc

 

Savica Wasserfall in der Komarca Wand

     

Bei einer Fahrt mit dem Ausflugsboot von Ribcev Laz nach Ukanc (Campingplatz) hat man eine wunderbare Sicht auf beide Längsufer. Auch Govic, ein Wildbachwasserfall, der 130 m über dem Bohinjso Jezero auf dem Südhang des Berges Pršivec entspringt, ist gut zu erkennen. Der Wasserfall ist nur bei sehr starken Niederschlägen aktiv, wenn die unterirdische Höhle mit Wasser gefüllt ist.

 

Der Savica Wasserfall im Talschluss ist in einer guten Stunde von Ukanc über einen Waldweg zu erreichen. Er entspringt in der Komarca Felswand auf ungefähr 850 m Höhe und hat eine Fallhöhe von insgesamt knapp hundert Metern. Unterhalb des Wasserfalls befindet sich ein geräumiger Parkplatz sowie eine Schutzhütte und ein Gasthaus. Hier beginnt auch der steile Anstieg hinauf zur Siebenseenhütte.

     

 

Savica - Hauptzufluss des Sees am Westufer bei Ukanc 

 

Unterhalb der "Siebenseenhütte" - Dvojno Jezero

     

Bei Ukanc mündet die Savica in den See. Der Ort am Westende des Sees, eingerahmt von den Steilwänden des Gebirges, bestand früher nur aus ein paar Hirtenhütten inmitten von ausgedehnten Wiesen, heute stehen hier zahlreiche moderne Ferienhäuser. Bergwanderer starten von Ukanc aus ihre Touren in das Herz der Julischen Alpen und auch bis zum Wasserfall Savica ist es nicht mehr weit.

 

Nach einem langen und im ersten Teil sehr steilen Anstieg vom Parkplatz unterhalb des Savica Wasserfalls erreicht man nach etwa 3 - 4 Stunden das Obere Siebenseental und die Koca pri Triglavskih jezerih (Siebenseenhütte) bei den Doppelseen. Von hier kann man in weiteren 5 Stunden über den Dolicsattel den Gipfel des Triglavs, mit 2864 m die die höchste Erhebung Sloweniens, erreichen.

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