Burano

Spitzen und bunte Häuser

 

 

Burano ist noch immer ein beschaulicher Fischerort. Mit dem Vaporetto ist die Insel von Venedig aus in etwa 30 - 40 Minuten erreichbar. Warum alle Häuser auf der Insel bunt angemalt sind, dafür gibt es zwei Erklärungen. Für die Fischer, die so viel Zeit zwischen blauem Himmel und blauem Meer verbringen als farbiger Kontrast oder auch einfach, um im Nebel leichter ihre Häuser zu finden.

     

Burano ist aber nicht nur seiner bunten Häuser wegen beliebt und bekannt, sie ist auch die Insel der "Spitzen". Diese textilen Kunsthandwerksarbeiten werden von Nonnen und Fischersfrauen nach einem besonders aufwendigen Verfahren mit Nadel und Faden hergestellt. Die hochfeinen Spitzen der Insel Burano waren in den Palazzi am Canal Grande begehrte Ausstellungsstücke. Die "punto-in-aria-Technik", Luft- bzw. Nadelspitzentechnik, ist komplizierter als die Klöppeltechnik. Die Herstellung größerer Stücke dauerte oft mehrere Jahre, und viele der Arbeiterinnen litten unter schweren Augenproblemen. Original "Burano-Spitzen" haben ihren stolzen Preis und sind nicht überall zu haben. Ein großer Teil der Ware zu Niedrigstpreisen sind Importe aus Fernost Ländern.

 
     
 

Kulturhistorisch interessant ist auf der Insel Burano der Campanile von San Martino, der eine deutliche Schieflage aufweist. Im Innenraum der im 16. Jh. entstandenen Kirche befindet sich die bekannte "Kreuzigung" von Tiepolo. Auf der Nachbarinsel San Francesco del Deserto steht ein dem Hl. Franz von Assisi geweihtes Gotteshaus und auf der Nachbarinsel Mazzorbo, die über eine Brücke erreichbar ist, gibt es gute und preiswerte Lokale, um den Tag schön ausklingen zu lassen.