Krumbachstein (1602 m)

Silvestertour 2006

Von Puchberg über Hengsthütte, Ternitzerhütte und Krumbachstein zum Friedrich Hallerhaus

 

Hengsthütte

Ternitzer Hütte

Von der Hengst- zur Ternitzerhütte ("Oberer" Weg)

Am Parkplatz bei der Station Schneebergdörfl der Zahnradbahn angekommen bereuten wir schon fast unseren Entschluss, am  Friedrich-Haller Haus auf der Knofeleben bei Sabina und Vitsch Silvester zu feiern. Ein plötzlicher Sturm warf uns beim Aussteigen aus dem Auto fast um und verstreute dann auch noch unsere aus dem Kofferraum ausgeladene Ausrüstung im weiten Umkreis. Ein Plastiksackerl sah ich später durch Zufall einen Kilometer weiter hoch oben auf einer Fichte hängen. Trotzdem brachen wir nach Einsammeln unserer Habseligkeiten in Richtung Schneeberg auf und es war gut so. Kurze Zeit später wurde es fast windstill und der Himmel wolkenlos. In einer Stunde waren wir über den unteren Hengstweg schon bei der Hengsthütte.

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Unter dem Kaltwassersattel

 

Lärche

Gestärkt durch Gerstensaft und herrliche Kasnocken in der gastlichen Hengsthütte gab es nun kein Halten mehr. Von der Hengsthütte über den oberen, angenehmeren Weg eilten wir hurtig in Richtung Ternitzerhütte. Richtige Silvesterstimmung kam noch nicht auf, es war eher eine Wanderung wie im  Spätherbst bzw. im Vorfrühling. Kein Schnee weit und breit und sehr warm. Da uns die geschlossene Ternitzerhütte eine weitere Labung verweigerte, zogen wir weiter unterhalb des Kaltwassersattels über die Bilekalm, vorbei an den beiden abgestorbenen Lärchen,  zur Forststraße Richtung Alpleck. Dort konnte ich meine Begleiterin davon überzeugen, dass der Weg über den Krumbachstein schöner, streckenmäßig kürzer und auch zeitmäßig nicht viel länger sei als über das Alpleck. In diesem Sinn wählten wir den (unmarkierten) Weg hinauf zum Krumbachsattel.

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Krumbachstein mit Alpenfreundehütte vom Emmysteig

 

Alpenfreundehütte am Krumbachstein

Erste Schneereste am Krumbachsattel ließen etwas Wintergefühle aufkommen. Die Sonne stand schon sehr tief und wir forcierten das Tempo. Knapp vor Sonnenuntergang erreichten wir den Gipfel des Krumbachsteins (1602 m), einige Passagen über Schneefelder im Schattenbereich waren bereits sehr hart, am Gipfel jedoch lud uns die Sonne und Windstille zu einer Rast und zum Photographieren ein.

Vom Gipfel des Krumbachsteins hat man einen atemberaubenden Blick auf den Hochschneeberg. Links vom Gipfelkreuz sieht man den Waxriegel, darunter die Kuhplacke und rechts davon das Hotel Hochschneeberg und die Elisabethkirche.

Der höchste Punkt des Hochschneebergs, das Klosterwappen mit seiner Radarstation, schaut etwas winterlicher aus als die Umgebung, an Schitouren ist aber derzeit nicht zu denken. Auch auf der Nordseite sind die Riesen ab etwa 1200 Hm schneefrei, die dürftige Schneelage oberhalb bietet aber auch keine Möglichkeiten einer lohnenden Abfahrt.

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Gipfelgrat Krumbachstein gegen Feuchter und Mittagstein

 

Abstieg vom Krumbachstein zum Friedrich Hallerhaus

Die Sonne begann allmählich ihren letzten Arbeitstag in diesem Jahr zu beenden. Meine Beine, gequält von der gestrigen Wechselüberschreitung, und die Blasen am Fuß zeigten an, dass auch wir uns allmählich in ein sicheres Refugium zurückziehen sollten. Vorsichtig über die ersten schrofigen Stellen und dann gemütlich durch den Waldbereich, vorbei an "Schneerosenplantagen", stiegen wir ab zum eigentlichen Ziel unseres heutigen Tages, dem Friedrich-Haller Haus. Nach knappen drei Stunden ab Hengsthütte saßen wir bei Einbruch der Dunkelheit bereits in der gastlichen Stube.

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Sabina und Vitsch

Die "Wirtsleut" vom F. Haller Haus

Speisekarte des Luxusrestaurants Friedrich Haller Haus

   

Der Silvesterabend verging sehr schnell. Das Haus war nicht komplett überfüllt, unsere  Tischpartner waren sehr gesellige Menschen und die übliche kompetente und überaus liebevolle Betreuung durch Sabina und Vitsch ließen die Zeit zu rasch vergehen. Bei herrlichem Rotwein und Gustostückerln aus der Küche (man beachte das reichhaltige und erlesene Speisenangebot) war bald der Jahreswechsel nahe. Ein kleines Nickerchen vor Mitternacht ließ uns zwar den Jahreswechsel verschlafen, dafür aber umso ausgeruhter am Neujahrsmorgen erwachen! Ich kann nur weiterempfehlen, den Silvesterabend am  Friedrich-Haller Haus zu verbringen!

Weitere Anstiege zum Friedrich-Haller Haus :

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