Leithagebirge 3

(Für Profis - Ein Erlebnisbericht)

Von Winden a. See über Sieben-Linden-Kreuz und Kaisereiche nach Donnerskirchen

 

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Kreuzung B50 - Straße nach Kaisersteinbruch

 

Hinauf Richtung Pußtasiedlung (Ortsteil Breitenbrunn)

     

Wer das schon langsam abflachende Leithagebirge östlich der Kaisereiche kennenlernen will, dem ist diese Seite gewidmet. Es birgt einiges an Überraschungen und man bewegt sich in diesem Gebiet meist recht einsam und bei Orientierungsproblemen um einiges länger als geplant.

 

Ich starte heute allein von Winden a. See, genau genommen vom "Karlwirt". Wem diese Herausforderung zu gering ist, kann auch von Jois bzw. vom "Gasthof zur Maut" weggehen. Das militärische Sperrgebiet Truppenübungsplatz Kaisersteinbruch hemmt jedoch den Aktionsradius.

     

 

Erster kleiner Umweg

 

Forststraße hinauf zum Hoadl

     

Oberhalb der Pußtasiedlung, die ich am östlichen Rand  noch auf Asphalt umgehe, die Tennisplätze rechts liegen lassend, stoße ich auf einen Kahlschlag mit nicht eindeutigen Wegen. Ich mache den ersten kleinen Umweg und quere auf einem angenehmen Waldweg leicht fallend links hinüber zu einem Graben.

 

Neben diesem Graben führt eine breite Forststraße gemächlich wieder aufwärts. Jetzt wird es schon ziemlich heiß und ich beginne meinen Vorrat an Getränken auszupacken, bevor ich die doch eher eintönige Straße weiterverfolge und hoffe bald das nächste markante Routenziel zu erreichen.

     

 

Hoadl - Große Wiese mit Jagdhütte

 

Eine der unzähligen, gleich ausschauenden Schneisen

     

Nach einer knappen halben Stunde bin ich oben am Hoadl. Der rechte Ast der Straße führt zu einer Jagdhütte, am linken quere ich das obere Drittel der Wiese und komme zum Waldrand. Wieder im kühlen Wald, verschärfe ich das Tempo und wandere zielstrebig auf dem deutlichen Waldweg aufwärts.

 

Irgendwann erwische ich leider eine falsche Abzweigung, der Weg endet bei einem Futterplatz, der  weiterführende Steig bringt mich durch Dickicht auf irgendeine Schneise. Jetzt ist es soweit, der  "Orientierungslauf" beginnt! Mit Orientierung nach dem Sonnenstand versuche ich die Westrichtung zu finden.

     

 

Sieben-Linden-Kreuz

 

Endlich Markierungen

     

Am Ende dieser Schneise über einen Forstweg wieder aufwärts und dann eine Forststraße Richtung Norden. Plötzlich gibt es Markierungen und Wegtafeln Richtung Mannersdorf. Ich zweige links ab, ein Stück die "Kaiserallee" entlang, und gelange  dann über eine lange Forststraße oberhalb des Schweinegrabens überraschend schnell zum Sieben-Linden-Kreuz.

 

Beim Sieben-Linden-Kreuz kann ich tief durchatmen und eine wohlverdiente Jause einnehmen. Eine kleine Sitzgruppe im Wald lädt zu einer beschaulichen Rast ein. Ab hier sind die Markierungen eindeutig, ich bin auf der Karte wieder "eingenordet" und schon  im letzten Drittel dieser doch anspruchsvollen Wanderung.

     

 

Steiler Anstieg zur Kaisereiche

 

Kaiser-Franz-Josefs Warte (Kaisereiche)

     

Dem Weitermarsch zum höchsten Punkt des Leithagebirges in Niederösterreich steht nichts mehr im Weg, alle Abzweigungen und Wege sind deutlich beschriftet. Nach den vielen, eher flachen Passagen sind die letzten Minuten steiler Anstieg hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs Warte (Kaisereiche) fast eine angenehme Abwechslung.

 

Von der Kaiser-Franz-Josefs Warte (Kaisereiche), auf einer Seehöhe von 443 m, beginnt nun der Abstieg Richtung Donnerskirchen. Zuerst noch ein idyllischer Waldweg, dann eine Forststraße,  braucht man von der Kaisereiche ca. 45 Minuten bis zum Siedlungsrand und weitere 30 Minuten bis hinunter zur B50. Die Gesamtgehzeit dieser Tour beträgt ca. 5 Stunden.

Empfehlenswert für diese Tour ist neben entsprechendem Proviant eine gute, möglichst aktuelle Karte (ÖK 1 : 50 000), oder mehrere Ausdrucke der Amap Karte desselben Maßstabes (siehe unten). Mit Leithagebirge 1 und  Leithagebirge 2 kombiniert, kann man sich, wenn man an die Schmerzgrenze gehen will, auch extreme Weitwanderungen zusammenstellen, wie z.B. von Bruck an der Leitha nach Müllendorf oder Hornstein.  Stützpunkte sind jedoch auf der ganzen Strecke nur der Wilde Jäger am Stotzinger Berg und die Gloriette oberhalb von Eisenstadt.

Österreichische       Karten

Auf das Amap online Symbol klicken! Nach Eingabe eines geographischen Namens kann die dazugehörige Österreichische Karte in verschiedenen Maßstäben abgerufen werden.

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