Neolithikum

Urgeschichtliche Tempelanlagen

 

Mit dem Umweg über Valetta und durch viele zusammengewachsene Städte des dicht besiedelten Nordteil Maltas gelangt man vorbei am Parkplatz der "Blue Grotto" mit dem Linienbus nach Qrendi zu den archäologischen Stätten von Hagar Qim und Mnajdra. Bevor man die Ausgrabungsstätten betritt, sollte man sich noch in dem netten Restaurant  unmittelbar vor dem Eingang stärken und auch die Landschaft genießen.

Eingangsfassade

   

Die beiden Steinzeittempel, die auf felsigen Kuppen an der Steilküste stehen, sind absolut sehenswert. Der Tempel Hagar Qim ist fast zur Gänze von einer ringförmigen Steinmauer umgeben. Drei mächtige Steinplatten, die sogenannten "stehenden Steine" gaben auch dieser Anlage ihren Namen. Die Statuen, die nach der Entdeckung dieses Heiligtums im Jahr 1839 bei den nachfolgenden Ausgrabungen gefunden wurden, sind im Archäologischen Nationalmuseum in Valetta zu bewundern.

 
   

Opfertisch

 

Die Eingangsfassade ist sehr beeindruckend. Hochkant gestellte riesige Steinblöcke und darüber schmälere Platten bilden das Portal. Durch einen Korridor gelangt man in das Innere der Anlage des Hagar Qim Tempels, das aus verschachtelten Rundkammern besteht, die größtenteils ihre eigenen Eingänge haben. Insgesamt gibt es sechs größere Tempelräume. Besonders interessant sind die pilzförmigen Altäre, die einen erhabenen Rand haben, um das Abfließen des Blutes der Opfertiere zu verhindern.

Zugang zu einem Nebenraum

   

Der größte Monolith befindet sich auf der Ostseite der Anlage. Er ist 6,4 m lang, 3 m breit, 0,6 m dick und wiegt ca. 57 Tonnen. Nach diesen gewichtigen und sehr wohl beeindruckenden Fakten könnte man nun sehr wohl auch noch den etwa 500 m entfernten Tempel von Mnajdra besichtigen, dessen Rekonstruktion jedoch sehr umstritten ist. Vor allem an heißen Tagen wird wohl eher nach einem kurzen Besuch in der Taverne der Fußmarsch hinunter zur Blauen Grotte angetreten werden.

 

 

 

"Die stehenden Steine"

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