Valetta

Die Stadt der Ordensgroßmeister

 

Valetta wurde als eine der ersten auf dem Reißbrett geplanten Städte der Neuzeit ab dem Jahr 1565 auf der Halbinsel, an deren Spitze bereits das Fort St. Elmo bestand, erbaut. Geschmack und Herkunft der Ordensgroßmeister prägten dann das Gesicht und die Geschichte Valettas im 17. Jahrhundert.

Republic Street

   

Bei einem Kurzbesuch wird man wohl mit einem guten Stadtplan und einem Übersichtsführer in der Hand vom Busterminal beim Tritonenbrunnen durch das City Gate und dann über die Republic Street zum Großmeisterpalast und hinunter zum  Fort St. Elmo flanieren. Gleich nach dem Freedom Square beginnt die Republic Street, die Valetta in zwei Hälften teilt. Sie ist Flaniermeile und Einkaufzentrum bis zum Palace Square, wo der Großmeisterpalast steht. Nachher senkt sie sich, von nur mehr wenigen Touristen bevölkert, zur Landspitze und zum Fort St. Elmo ab.

 
   

Republic Street -  Haus mit Holzbalkonen

 

Die typischen maltesischen Balkone sind auf ganz Malta verbreitet, besonders gehäuft sind sie natürlich in der Hauptstadt Valetta in den nobleren Viertel anzutreffen. Grün bemaltes Holz und ausstellbare Fenster, die eine gute Regulation der Entlüftung gewährleisten, sind Kennzeichen der hier und auch auf Gozo am meisten verbreiteten Balkonform. Auf dem Land ist sehr oft auch der offene Steinbalkon gebräuchlich, der aus der Zeit des arabischen Einflusses bis Ende des 11. Jahrhunderts stammt. Er schützte  in heißen Ländern sowohl die Bewohner vor der gleißenden Sonne und im speziellen die ans Haus gebundenen  Frauen vor neugierigen Blicken.

Torbogen beim Großmeisterpalast

   

Die Nationalbibliothek am Republic Square ist durch einen Torbogen mit dem Großmeisterpalast verbunden. Jetzt ist der Palast Sitz des maltesischen Parlaments und räumlich sowie zeitlich nur eingeschränkt zu besichtigen. Die Großmeister des Johanniterordens, die im Jahr 1798 von Napoleon vertrieben worden waren, bewirkten auf Initiative des Papstes Mitte des 19. Jahrhunderts eine Neugründung. Die Malteser als katholischer und die Johanniter als protestantischer Zweig wirken nun im karitativen Bereich.

 
   

Großmeisterpalast

 

Das erst im Jahr 1964 innerhalb des British Commonwealth unabhängig gewordene Malta ist ein Vielvölkerstaat. Viele Völker kamen und gingen wieder, die Sprache der Malteser zeugt davon. Malti, die erste offizielle Amtssprache neben Englisch, ist ein altarabischer Dialekt, angereichert mit Lehnwörtern aus dem italienischen, englischen, französischen und spanischen Wortschatz.

Pferdekutsche beim City Gate am Freedom Square

   

Von der Strandpromenade in Sliema startet die große Hafenrundfahrt. Es gehört zu den Highlights eines Maltabesuchs, den weltbesten Naturhafen und seine Befestigungsanlagen vom Wasser aus kennen zu lernen. Die Rundfahrt dauert etwa knappe zwei Stunden. Mit gutem Blick auf die Befestigungsanlagen Valettas fährt das Ausflugsschiff nach Umrundung von Fort St. Elmo in den Großen Hafen ein. Von historischen Befestigungen bis hin zu modernen Docks ist hier einiges aus nächster Nähe zu bestaunen.

 
   

Festung Ricasoli Fort - Einfahrt zum Großen Hafen

Zurück                                  Drucken                                Zu den Maltakarten