Von Rohrbach zum F. Hallerhaus

(Schiwanderung)

Wenn man aus Richtung Neunkirchen kommend über Sieding durch das Sierningtal Richtung Puchberg fährt, zweigt etwa fünf Kilometer vor Puchberg bei einem Wirthaus in einer scharfen Rechtkurve links eine kleine, asphaltierte Straße ab. Durch das zum Teil enge, schluchtartige Rohrbachtal gelangt man zur Siedlung Rohrbach im Graben. Am Ortsende ist Fahrverbot, es steht jedoch ein geräumiger Parkplatz beim Gasthof "Marias Land Stüberl" zur Verfügung. Diese kleine Raststätte hat ihre Spezialitäten. Alpenlachs in verschiedenen Variationen und Produkte vom Angusrind stehen auf der Speisekarte. Ab-Hof-Verkauf von Alpenlachsprodukten sowie Fleisch vom Angusrind vom benachbarten Bauern werden angeboten.

Übersichtskarte Rohrbach und Umgebung (Zoom mit Feineinstellungen verwenden!)

 

Marias Land

 

Die Schneelage ist etwas dürftig. Bei ausreichend Schnee kann die Schiwanderung bereits am Parkplatz beginnen, wir aber tragen heute zuerst die Schier gute 100 m taleinwärts, dann zweigt rechts eine Forststraße Richtung Ternitzerhütte ab. Nach einigen Minuten auf dieser, die Rohrbachklamm umgehenden Forststraße, können wir schon die Schier anschnallen.

 

Forststraße oberhalb von Rohrbach im Graben

 

Allmählich wird die Schneeauflage etwas besser und und es geht zügig voran. Die Forststraße führt vorbei an der von rechts kommenden Rohrbachklamm und dann gerade weiter bis zu einer scharfen Rechtskehre. Beim Anstieg kann man geradeaus gehend auf einem Waldweg die Schlinge der Straße abkürzen, bei der Abfahrt ist oft die Straße angenehmer zu fahren.

 

Almwiese unterhalb der Hengsthütte

 

Der Waldweg mündet oben wieder auf die genannte Forststraße und in wenigen Minuten sind wir schon auf der Almwiese unterhalb der Hengsthütte, wo wir uns eine kleine Rast gönnen. Auch diese Almwiese ist nur oberflächlich beschneit und im darauffolgenden Waldstück, wo der feuchte Neuschnee nicht den Weg zum Boden gefunden hatte, tragen wir wieder kurzfristig unsere Schi.

 

Bilekalm oberhalb der Ternitzerhütte

 

Erst ab der Ternitzerhütte gibt es eine solide Altschneeunterlage unter dem Neuschnee, aber das Spuren wird nun etwas anstrengender, der pappige Schnee macht die Schier um einiges schwerer. Nebel und kurzfristige Aufhellungen, es ist eine herrliche Winterlandschaft. Wir aber forcieren das Tempo, es ist ein kurzer Wintertag und der Weg ist noch weit.

 

Forstweg hinüber zum Nesselgraben

 

Vorbei an der Bilekalm und den beiden abgestorbenen Lärchen spuren wir hinüber zum Waldrand. Den Weg durch den dichten Wald kann man mit Fellen abfahren, ab dem Nesselgraben geht es auf der "Unteren Forststraße" wieder bergauf. Hier ist es gut eine schöne Spur für die Abfahrt zu legen. Über die bald erreichte "Obere, aus Richtung Krumbachsattel kommende, Forststraße" quälen wir uns hinauf zum Alpleck.

 

Knapp vor dem Alpleck

 

Wie schon der Titel dieser Seite sagt, ist es eine Schiwanderung, der Begriff Schitour beinhaltet eher einen durchgehenden Anstieg mit einer anschließenden lustvollen Abfahrt. Das kann diese Tour nicht bieten. Es ist eher eine Konditionstour, verbunden mit Naturerlebnis in einsam romantischer Landschaft. Endlich sind wir am Alpleck, jetzt kommt die Querung hinüber zum Friedrich-Haller Haus.

 

Auf der Knofeleben

 

Nach einem stetigen Auf und Ab auf der Forststraße an den Südabhängen des Bleiken erreichen wir nach etwas mehr als 3 Stunden die Knofeleben, wo wir uns rasch in das gastliche Friedrich-Haller Haus flüchten. Diesmal ist es keine ausgiebige Rast, der kurze Wintertag ist bereits sehr fortgeschritten. Sabina und Vitsch, die Wirtsleut der Schutzhütte, sehen uns schon bald wieder in Richtung Alpleck eilen.

 

Friedrich-Haller-Haus

 

Rückweg wie Anstieg, vom Friedrich-Haller-Haus mit Fellen zum Alpleck, Abfahrt zum Nesselgraben, mit Fellen hinauf zur Bilekalm und dann die Abfahrt ins Tal. Leider hat der Föhn die dünne Schneedecke bereits sehr aufgeweicht bzw. sogar weggeschmolzen. Wenige Fahrminuten unterhalb der Ternitzerhütte stoppen uns die Steine. Es wird jetzt auch noch dunkel. Mit Schiern am Rucksack und mit Stirnlampe stolpern wir bereits einigermaßen müde hinunter in Marias Land. Der "Abstieg" dauert je nach Schneelage und entsprechender Fahrmöglichkeit 2-3 Stunden.

 

Weitere kurz skizzierte Wanderrouten ab "Marias Land":

  1. Kurze Runde über Rohrbachklamm, über die Almwiese gerade hinauf Richtung Hengsthütte, Hauslitzsattel, Arbestal und Rohrbach

  2. Vom Kaltwassersattel über den Hohen Hengst, dann über Forstraße zur Hengsthütte und dann wie 1)

  3. Vom Kaltwassersattel Abstieg über Mieseltal ins Schneebergdörfl (Zwinz)

  4. Von der Hengsthütte über Hauslitzsattel und "Briefträgersteiglein" ins Schneebergdörfl (Zwinz)

  5. Ab Ternitzerhütte (Bilekalm) über Krumbachsattel, Krumbachstein zum F. Hallerhaus (Knofeleben)

  6. wie 5), jedoch ab Krumbachsattel über Wassersteig zum F. Hallerhaus (Knofeleben). Nicht im Winter!!!

  7. wie5), jedoch ab Krumbachsattel über Alpleck und obere Forststraße zum F. Hallerhaus (Knofeleben)

  8. Von Rohrbach auf der Straße bergwärts vorbei an den Fischteichen, dann links hinauf zum Bürschhof und Bodenwiese

  9. wie 8), jedoch ab Bürschhof über Alpleck oder Lakaboden zum Friedrich-Haller Haus

  10. Vom Kaltwassersattel über den Hochschneeberg (im Winter oben alle Hütten geschlossen) zur Edelweisshütte (Fadensattel)

  11. Vom Kaltwassersattel über die Grafensteige zur Edelweisshütte (Fadensattel). Nicht im Winter!!!

Dringend empfohlen: Schneeberg und Rax, Topographische Karte 1 : 25 000, BEV und der derzeit übersichtlichste Führer für "unsere Hausberge": Csaba Szepfalusi/Karel Kriz: Bergerlebnis Schneeberg-Rax

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