Tempe Tal

(Romantische Engstelle  zwischen Larisa und Katerini)

Siehe auch: Griechenland Routenkarte

Schon am Ende unserer Griechenlandrundfahrt von Kephalonia über  Olympia und die Tropfsteinhöhle von Pirgos Dirou machen wir noch einen kurzen  Halt im Tempe Tal, bevor wir über Litohoro an den Fuß des  Olymp fahren. Auf der Strecke Larisa nach Katerini ist die Autobahn Athen - Thessanoliki auf einige Kilometer unterbrochen. Das steile, acht Kilometer lange Durchbruchstal des Flusses Peneios zwischen Olymp- und Ossa-Gebirge in der griechischen Landschaft Thessalien, das stellenweise nur 40 Meter breit ist, erlaubt nur den Verlauf der alten Schnellstraße.

 

Markt und "Wallfahrtsort" Tempe Tal

 

Das landschaftlich außergewöhnlich schöne und ganzjährig grüne Tal ist auch im Sommer angenehm kühl und mit seinem Markt und der Felsenkirche für Griechen und Touristen gewissermaßen ein Wallfahrtsort.

 

Hängebrücke über den Peneios

 

Über eine Hängebrücke erreicht man das gegenüberliegende Ufer und die in den Fels gebaute Höhlenkirche mit Quelle. Ein Minimarket und ein Restaurant befinden sich knapp vor der Anlegestelle des Ausflugsschiffes, auf dem man eine kleine Rundfahrt unternehmen kann.

 

Am Ausflugsschiff auf dem Peneios

 

Das Boot fährt flussabwärts bis zur Straßenbrücke, wo der bis dahin bis zu fünf Meter tiefe Fluss durch die Öffnung des Tales zu seicht wird. Auf beiden Seiten von Felswänden umschlossen kann man bei dieser Fahrt die "Quelle der Daphne" und den  "Stehenden Apollon" bewundern.

 

Felskante - "Stehender Apollon"

 

Aus der griechischen Mythologie wissen wir, dass Daphne, die Tochter des Flussgottes Peneios, Apollons erste Liebe war. Er traf sie eines Tages in den Bergen und verliebte sich sofort in sie. Er versuchte sich ihr zu nähern, aber Daphne, die rein bleiben wollte, lief davon. Apollon, der Gott des Lichtes, folgte ihr, doch als er sie gerade fassen wollte, rief Daphne ihren Vater an, der sie in einen Lorbeerbusch verwandelte.

 

Fluss Peneios

 

So wurde der Lorbeer die heilige Pflanze des Apollon. Mit seinen Blättern bekränzte der Gott sein Haar und seine Lyra. Auch Pythia, die Priesterin des Apollon-Heiligtums in Delphi, kaute Lorbeerblätter, bevor sie einen Orakelspruch tat.

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